Mein peinlichstes Erlebnis (2oo5)

Mein peinlichstes Erlebnis war 2005. Ina, Stella, Anke & Ich haben uns morgens in Niebüll am Bahnhof getroffen um gemeinsam zum Hamburger Dom zu fahren, parallel spielte mein HSV - wo ich jedes Tor per SMS Live-Ticket zugesendet bekam. Die Hinfahrt war schon feucht-fröhlich und jedes Tor ließ den Alkoholpegel steigen. Nach dem 3:1 Sieg für den HSV begaben wir uns mit bester Laune wieder in Richtung Hamburg HBF um die Heimreise anzutreten. Schnell noch ein paar Bier gekauft – ging es rein in den Zug. In Elmshorn, wo wir umsteigen mussten, gab es am Bahnhof Pöbeleien mit anderen Mädchen, die im anderen Zug (der Richtung Hamburg fuhr) saßen. Sie versuchten uns mit Anti HSV Sprüchen und dem werfen von OB’s fertig zu machen, wir amüsierten uns köstlich. Der Aufenthalt war nur 5 Minuten lang und wir hatten so ein spaß! Mein peinlichstes Erlebnis began aber eigentlich erst auf der Weiterfahrt von Elmshorn nach Niebüll. Ich wollte eigentlich nur eine Toilette aufsuchen, doch dann hörte ich es schon. „HSV FOREVER AND EVER…“, ich ging der Musik entlang und traf ‚mein’ HSV Fanclub. Wir haben uns über das Spiel unterhalten und auf die gewonnenen 3 Punkte getrunken. Erst kurz vor Bredstedt lief ich volltrunken durch den Zug um meine Mädels wieder zu finden. Ich habe ein totales Black Out. Ich kann nur vom „hören“ erzählen, dass ich blass wie eine Schnapsleiche war. Ich hatte mich wohl im Zug hingesetzt, als wir gerade Aufenthalt in Langenhorn hatten. Stella befürchtet schon das ich gleich reiern muss und sagte nur: „Nine! Ich hab das Fenster aufgemacht, kotz raus wenn du musst und NICHT in den Mülleimer – der ist voll!“, doch da war es schon zu spät. Meine komplette Tagesnahrung lief in völlig überfüllten Mülleimer und brachte ihn noch mehr zum überlaufen. Alle sorgten sich um mich. Neben uns saßen HSV Fans der älteren Generation, die mir noch Spezi gegeben haben, doch es passte nix mehr rein. Ina krauelte mir die ganze Zeit mein Nacken und sorgte dafür, dass „der Brei“ kein Kontakt zu meinen Haaren bekam. Als wir dann endlich in Niebüll angekommen sind, nahm die Peinlichkeit aber immer noch kein Ende. Ich war die Fahrt Meilenweit weg, doch in Niebüll konnte ich „DEUTSCHER MEISTER WIRD NUR DER HSV“ gröhlen. Einige wollten mich wegen ins Krankenhaus schicken, doch da konnte ich auf keinen Fall hin, denn dort sollte ich in der kommenden Woche mein Praktikum absolvieren. In der Bahnhofshalle wurden wir von ein paar Freunden abgeholt, da wir eigentlich noch zur nächsten Party sollen und das wollte ich mir, trotz meines Zustandes, nicht nehmen lassen. Stella’s Vater weigerte sich jedoch, also fuhr er mich nach Hause. Vor meiner Haustür konnte ich mein Schlüssel nicht finden. Also ging es doch noch mit zur Party. Da angekommen war auch gute Stimmung, doch ich war keine 2 Minuten drin und bin direkt neben der Bassrolle auf’m Tisch eingeschlafen. Gegen 3 Uhr morgens weckte Torben mich und sagte: „Komm Nine, ich fahr dich jetzt nach hause.“ Als ich dann mittags aufgewacht bin, ging es mir so dreckig wie noch nie. 2 Jahre ist es nun her und es wird mir immer noch unter die Nase gehalten..